Gemeinde Friedenweiler

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Geschichtliches

Rötenbach, der größere Ortsteil der Gesamtgemeinde Friedenweiler, wird erstmals im Jahr 819 unter dem Namen  "villa que dictur Rotinbah"in einem Urkundenbuch der Abtei St. Gallen schriftlich erwähnt.

Der Name Rötenbach stammt vermutlich vom Begriff "Rot" was stark eisenhaltiges Wasser bedeutet.
Rötenbach liegt am Rande der Baar, welches ein Gebiet ältester Siedlung ist. Man nimmt an, daß Rötenbach in der Karolingischen Ausbauphase um 750 - 800 n. Chr. entstanden ist. Die Entstehung wurde erst durch die Verfeinerung der 3 Felderwirtschaft möglich, da hier die Böden wesentlich schwieriger zu bewirtschaften waren als im nahegelegenen Löffingen, wo Muschelkalk vorherrscht. Am 16. Januar 819 vermachte ein gewisser Ruadger der Martinskirche in Löffingen sämtliche Rechte an seinem beweglichen und unbeweglichen Besitz zu Rötenbach. Die Martinskirche gehörte zum Stift St. Gallen.

In den späteren Jahren wurden Besitzungen der Zähringer in Rötenbach nachgewiesen. Im Jahr 1214 wurde die Gemeinde fürstenbergisch. Das Haus Fürstenberg behielt den Besitz an der Gemeinde von da an bis ins Jahr 1806. Der Fürst zu Fürstenberg hatte alle hoheitlichen Rechte über die Gemeinde und übte das Amt des Landgrafen aus. Mit der Mediatisierung (Auflösung der Kleinstaaten) wurde das Fürstentum zu Fürstenberg aufgelöst. Die Gemeinde Rötenbach kam, wie der Großteil des Fürstentums, zum Großherzogtum Baden. In den Jahren 1828 bis 1838 entstand ein Streit zwischen der Gemeinde Rötenbach und dem Fürst zu Fürstenberg über die Besitzansprüche am Wald. Der damalige Bürgermeister Winterhalder konnte aber den Wald durch eine List mit seinem Hut für die Gemeinde erhalten.

In Rötenbach wurde seit jeher das Kunsthandwerk gepflegt. Weit über die Region hinaus bekannt war z.B. die Hinterglasmalerei, welche von Lorenz Winterhalder, der als Uhrenschildmacher um das Jahr 1786 nach Rötenbach zog, eingeführt wurde. 4 seiner Söhne, er hatte 10 Kinder, führten das Handwerk weiter. Es entstanden hier viele bekannte Bilder, wie z.B. "Jesus Christus", "The Beauty of North Carolina", "Der Zinsgroschen", und Portraits wie z.B. "Friedrich Großherzog von Baden" oder "Luise Großherzogin von Baden".

Auch der Geigenbau war in Rötenbach heimisch. Selbst Beethoven spielte auf einer "Straubbratsche". Der Erbauer, Johann Straub, zog aus Rudenberg nach Rötenbach, um hier sein Handwerk auszuüben. Die Geigen von Straub zeichneten sich durch einen sehr guten Ton aus, auch wenn die Instrumente eher unscheinbar waren. Die Familie Straub hat viele Instrumente hergestellt, welche entlang des Rheines bis nach Holland und entlang der Donau bis nach Ungarn hinein verkauft wurden. Mit dem Tod des Geigenbauers Johann Georg Straub starb das Geigenhandwerk in Rötenbach aus. Es wurde erst 1929 durch den gelernten Geigenbauer Josef Bier wiederbelebt. Die Bierschen Geigen wurden mit viel Sorgfalt hergestellt. So suchte Josef Bier das Holz für die Geigen selbst aus. Es durfte nur zwischen dem 24.12. und dem 06.01. geschlagen werden und wurde 5 bis 7 Jahre gelagert. Die Bierschen Geigen sind auch heute noch sehr gefragte Instrumente, welche sich durch Verarbeitung und Klangschönheit auszeichnen. Josef Bier bildete seinen jüngeren Bruder Alfons zum Geigenbauer aus, welcher das Handwerk aber nach der Lehre nicht ausübte. So starb mit dem Tod von Josef Bier auch das Geigenhandwerk in Rötenbach aus.

Im Jahre 1975 endete die Selbständigkeit der Gemeinden Friedenweiler und Rötenbach durch die Gemeindereform. Rötenbach wurde mit der Gemeinde Friedenweiler zur Gesamtgemeinde Friedenweiler zusammengefaßt. Das Rathaus, welches im Jahre 1867 erbaut worden war, wurde Sitz der Verwaltung der Gemeinde Friedenweiler.

Rötenbach im "SWR4-Morgenläuten" am 28.08.2016

Am Sonntag, den 28. August 2016 war im Radiosender SWR4 in der Sendung "Morgenläuten" ein sehr interessanter und ausführlicher Bericht über Rötenbach zu hören.

Die Gemeinde Friedenweiler bedankt sich herzlich bei Frau Elsa Klausmann, Frau Marlies Hensler, Herrn Oskar Bier, Herrn Christoph Birkenmeier, Herrn Helmut Büchele und Herrn Clemens Hensler für die tolle Mitwirkung. Für die zunächst geringe Vorbereitung und den Einsatz auf Zuruf hat alles gut geklappt und es gab letztendlich eine sehr schöne Sendung.

 

ML - Reportage

ML - Glocken

ML - Rötenbachschlucht

ML - Oskar Bier

ML - Elsa Klausmann

 

 

DVD's über die Gemeinde Friedenweiler

Verschiedene DVD's von Dieter Schäfer über die Gemeinde Friedenweiler sind auf dem Rathaus erhältlich.

 

 

Ortsprospekt Rötenbach aus dem Jahr 1938

Weitere Informationen

Weitere Informationen

Das Wort "Wappen" stellt die niederdeutsche Sprachform des Wortes "Waffen" dar. Es tauchte erstmals im 12. Jahrhundert in der speziellen Bedeutung von "Waffenzeichen" auf. Die ersten Wappen sind Zeichen mit Fernwirkung, die auf Schild, Helmen, Rüstungen, farbigen Bannern und Pferdedecken angebracht wurden.

Als umfassende Kulturerscheinung verbreitete sich das Wappenwesen sehr schnell über die Kreise des Adels hinaus, und schon im 15. Jahrhundert lassen sich sehr viele bürgerliche Wappen nachweisen.

Kontakt

BÜRGERMEISTERAMT FRIEDENWEILER

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Tel.: 07654/9119-0
Fax: 07654/9119-19

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